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Donnerstag, 15. Oktober 2009, 09:45

Keine Überraschung im Pokal

In einem über weite Phasen offenen Pokalspiel setzte sich am Ende doch die Cleverness des NRW-Ligisten durch. Der Sportclub verlangte der SSVg Velbert über rund 70 Minuten alles ab.

Bert Holthausen hatte alle Hände voll zu tun, um aus dem wegen zahlreicher Verletzungen stark dezimierten Kader eine schlagkräftige Truppe zusammen zu stellen. Aber die, die dann auf dem Platz standen, machten ihre Sache außerordentlich gut und brachten den haushohen Favoriten ein ums andere Mal in arge Verlegenheit. Die erste Drangperiode der Schlossstädter konnten die Dörper gut überstehen und erkämpften sich hiernach mehr Spielanteile. Velbert hätte sich nach rund 25 Minuten nicht beschweren können, hätte der CSC bis zu diesem Zeitpunkt die teilweise schön heraus gespielten Chancen zur verdienten Führung genutzt. Der Gast hingegen blieb bis dahin vor dem CSC-Gehäuse blass. Die Klasse eines Daniel Nigbur zeigte sich, als dieser die erste gute Chance der Velberter nach einem Zuordnungsfehler in der Dörper Hintermannschaft zur glücklichen Führung eiskalt nutzte. In der verbleibenden Zeit bis zur Pause konnte der CSC trotz aller Bemühungen den verdienten Ausgleich nicht erzielen.

Auch im zweiten Durchgang zunächst ein ähnliches Bild wie vor dem Seitenwechsel. Velbert, technisch stark, eroberte sich zwar immer mehr die Hoheit im Mittelfeld, wusste dennoch nicht zu überzeugen. Ein 2-Klassen-Unterschied konnte nicht zwingend festgestellt werden. Vielmehr war es der CSC, der pokaltypisch als Underdog mehr Biss und den Willen zeigte, dieses Spiel nicht herzugeben. Der verdiente Lohn blieb aus: nach einer schönen Flanke von rechts konnte die 100%ige Chance zum längst verdienten Ausgleich nicht genutzt werden. Mit zunehmender Spieldauer aber versiegten die Angriffsbemühungen der Dörper in der routinierten Abwehr der Gäste, die wiederum jede Unkonzentriertheit der Dörper nutzten, um das vorentscheidende 2:0 zu erzielen. Dies fiel dann auch folgerichtig, wenn auch glücklich rund 20 Minuten vor Schluss nach einer unübersichtlichen Szene vor dem grün-weißen Tor. Auch wenn sich der CSC hiernach weiter bemühte, das Spiel schien gelaufen. Erst recht als weitere 10 Minuten später das 0:3 fiel.

Es war eine starke Leistung des CSC, die die bei Temperaturen um den Nullpunkt frierenden Zuschauer erleben durften. Folgerichtig verabschiedeten sie dann auch nach dem Abpfiff die Akteure mit einem verdienten Applaus.


Wer im Leben selbst kein Ziel hat, kann wenigstens das Vorankommen der anderen stören.
(Benjamin Franklin)

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